Technik

Marstek Venus E 3.0 anschließen: Bedienungsanleitung für App, Smart Meter & Einrichtung

Marstek Venus E 3.0 Stromspeicher neben zwei Solarmodulen auf einem sonnigen Terrassenbereich vor einer Hauswand, umgeben von Pflanzen und modernem Wohnambiente.

Marstek Venus E Anleitung in Kürze

  • Lieferumfang prüfen: Speicher, AC-Kabel und Anschlüsse auf Vollständigkeit und Schäden kontrollieren
  • Standort vorbereiten: stabiler, gut belüfteter Platz mit zuverlässiger Netzwerkverbindung
  • Venus E anschließen: Speicher separat AC-seitig mit dem Hausnetz verbinden
  • MARSTEK App einrichten: Gerät hinzufügen, WLAN verbinden und Firmware prüfen
  • Smart Meter zuordnen: Verbrauchswerte, Phasen und Messrichtung kontrollieren
  • Betrieb einstellen: Eigenverbrauch, Leistungsgrenze und gewünschte Backup-Reserve konfigurieren

Die Marstek Venus E Anleitung lässt sich auf einige zentrale Schritte reduzieren: Zunächst werden Lieferumfang und Speicher kontrolliert und ein geeigneter Standort gewählt. Anschließend wird die Venus E AC-seitig mit dem Hausnetz verbunden, in der MARSTEK App eingerichtet und mit dem Heimnetz verknüpft. Wer die automatische Eigenverbrauchssteuerung oder eine möglichst geringe Netzeinspeisung nutzen möchte, bindet zusätzlich einen kompatiblen Smart Meter ein und prüft anschließend Messrichtung, Ladeverhalten und Leistungsregelung.

Der wichtigste technische Punkt beim Marstek Venus E anschließen ist die AC-Kopplung. Die Venus E 3.0 wird nicht direkt zwischen Solarmodule und PV-Wechselrichter geschaltet. Ein vorhandenes Balkonkraftwerk oder eine Dach-PV-Anlage bleibt daher grundsätzlich so angeschlossen wie bisher. Der Speicher erhält einen eigenen AC-Anschluss und nimmt Energie über das Hausnetz auf beziehungsweise gibt sie später wieder an den Haushalt ab.

Für die automatische Regelung ist eine korrekte Verbrauchsmessung entscheidend. Arbeiten im Sicherungskasten, beispielsweise die Installation des Marstek CT002 Smart Meters, gehören deshalb in die Hände einer Elektrofachkraft. Die Aufstellung des Speichers, der vom Hersteller vorgesehene Plug-and-Play-Anschluss und die Einrichtung über die App können dagegen grundsätzlich ohne Umbau der vorhandenen PV-Anlage erfolgen.

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Schritt 1: Lieferumfang prüfen und geeigneten Standort wählen

Bevor du die Marstek Venus E 3.0 anschließen kannst, solltest du zunächst überprüfen, ob das Gerät den Transport unbeschädigt überstanden hat. Kontrolliere insbesondere Gehäuse, Anschlussbuchsen, Kabel und Stecker. Sichtbare Dellen, Risse, beschädigte Isolierungen oder verformte Kontakte sind ein Grund, den Speicher vorerst nicht in Betrieb zu nehmen und zunächst Händler oder Hersteller zu kontaktieren.

Zum Lieferumfang gehören je nach aktueller Ausführung insbesondere die Marstek Venus E 3.0, das vorgesehene AC-Anschlusskabel sowie die zugehörige Dokumentation. Halte außerdem Seriennummer und Geräte-QR-Code bereit. Diese Angaben können später bei der Einrichtung in der MARSTEK App benötigt werden.

Da die Venus E rund 60 kg wiegt, lohnt es sich, den endgültigen Standort bereits vor dem Aufstellen sorgfältig zu wählen. Der Untergrund sollte eben, stabil und dauerhaft für das Gewicht geeignet sein. Gleichzeitig müssen die Anschlüsse gut erreichbar bleiben und rund um das Gerät sollte ausreichend Platz für die natürliche Luftzirkulation vorhanden sein.

Die Venus E wird ohne Lüfter gekühlt. Wärme wird über natürliche Konvektion abgeführt, weshalb der Speicher nicht abgedeckt oder in einen komplett geschlossenen Schrank ohne ausreichende Luftzirkulation gestellt werden sollte. Auch dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung, Staunässe oder eine unmittelbare Nähe zu starken Wärmequellen sind möglichst zu vermeiden.

Durch die Schutzart IP65 ist grundsätzlich auch eine Aufstellung in einem geeigneten Außenbereich möglich. Trotzdem ist ein geschützter oder überdachter Standort sinnvoll, um das Gerät nicht unnötig extremer Witterung auszusetzen. Geeignet können beispielsweise Garage, Hauswirtschaftsraum, Keller oder eine überdachte Terrasse sein.

Ein weiterer Punkt wird häufig erst nach der Aufstellung bemerkt: die Netzwerkverbindung. Prüfe deshalb am geplanten Standort bereits vorab mit deinem Smartphone, ob dort WLAN zuverlässig verfügbar ist. App-Zugriff, Messwerte, Firmware-Updates und verschiedene Automatikfunktionen profitieren von einer stabilen Verbindung. Ist das Funksignal zu schwach, kann je nach Installation ein Repeater oder eine LAN-Verbindung die bessere Lösung sein.

Schritt 2: Marstek Venus E anschließen – AC- und DC-Seite richtig unterscheiden

Die Marstek Venus E 3.0 ist ein AC-gekoppelter Speicher. Genau diese Eigenschaft macht die Nachrüstung einer bestehenden PV-Anlage vergleichsweise unkompliziert, führt aber auch häufig zu Missverständnissen beim Anschluss.

Bei einer vorhandenen Solaranlage bleibt der bisherige Aufbau grundsätzlich bestehen:

Solarmodule → PV- oder Mikrowechselrichter → Hausnetz

Die Solarmodule erzeugen Gleichstrom, der durch den vorhandenen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Die Venus E wird auf dieser DC-Seite nicht eingebaut und benötigt keine direkte Verbindung zu den Solarmodulen.

Der Speicher besitzt stattdessen einen eigenen AC-Anschluss:

Marstek Venus E 3.0 ↔ AC-Anschluss ↔ Hausnetz

Über diese Verbindung kann die Venus E Energie aus dem Hausnetz aufnehmen und später wieder an den Haushalt abgeben. Ein Smart Meter misst parallel am Netzanschlusspunkt, ob aktuell Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen oder überschüssige Energie eingespeist wird. Anhand dieser Werte kann der Speicher seine Lade- und Entladeleistung automatisch anpassen.

Vereinfacht arbeiten damit drei Bereiche zusammen: Die PV-Anlage stellt Solarstrom über ihren vorhandenen Wechselrichter im Hausnetz bereit, die Venus E lädt und entlädt separat auf der AC-Seite und der Smart Meter liefert die Messwerte für die Regelung.

Anschluss bei einem bestehenden Balkonkraftwerk

Auch bei bestehenden Systemen von Hoymiles, Anker, EcoFlow oder Zendure bleibt die jeweilige PV- beziehungsweise Speicherstruktur grundsätzlich bestehen; die Venus E wird separat AC-seitig in das Hausnetz eingebunden.

Produziert das Balkonkraftwerk beispielsweise gerade mehr Energie, als der Haushalt benötigt, erkennt der Smart Meter den Überschuss. Die Venus E kann daraufhin beginnen zu laden. Sinkt die Solarleistung später oder steigt der Haushaltsverbrauch, kann gespeicherte Energie wieder bereitgestellt werden.

Gerade diese Trennung ist einer der Vorteile eines AC-Speichers. Ein funktionierender vorhandener Wechselrichter muss normalerweise nicht ersetzt werden, nur weil nachträglich ein Speicher ergänzt werden soll.

AC-Anschluss herstellen

Vor dem Anschließen solltest du das vorgesehene AC-Kabel noch einmal auf Beschädigungen kontrollieren und darauf achten, dass es ohne starke Knicke oder Zugbelastung verlegt werden kann. Verbinde das Kabel entsprechend der Herstellerangaben mit der Venus E und anschließend mit dem dafür vorgesehenen Hausstromkreis. Prüfe danach, ob alle Steckverbindungen vollständig und sicher sitzen, bevor das Gerät eingeschaltet wird.

Ungeeignete Mehrfachsteckdosen, beschädigte Verlängerungskabel oder improvisierte Anschlüsse sind keine sinnvolle Lösung. Bestehen Zweifel an Belastbarkeit, Leitungsquerschnitt oder Absicherung des vorgesehenen Stromkreises, sollte eine Elektrofachkraft die Installation prüfen.

Sobald Änderungen an der festen Hausinstallation erforderlich sind, ein Festanschluss geplant wird oder mit höheren Leistungen beziehungsweise mehreren Speichereinheiten gearbeitet werden soll, reicht der normale Plug-and-Play-Ansatz nicht mehr aus.

On-Grid-Betrieb und Backup richtig unterscheiden

Im normalen On-Grid-Betrieb ist die Venus E mit dem Hausnetz verbunden und lädt beziehungsweise entlädt abhängig vom aktuellen Energiefluss. Überschüssiger Solarstrom kann so gespeichert und später wieder für den Haushaltsverbrauch genutzt werden.

Davon getrennt arbeitet der Backup-Ausgang. Dort können geeignete Verbraucher angeschlossen werden, die bei einem Stromausfall weiterhin aus dem Speicher versorgt werden sollen. Die Venus E stellt an diesem Ausgang bis zu 2,5 kVA Dauerleistung und kurzfristig eine höhere Spitzenleistung bereit.

Wichtig ist allerdings, dass der Speicher ohne zusätzliche Elektroinstallation nicht automatisch sämtliche Steckdosen und Stromkreise eines Hauses übernimmt. Wer eine umfassendere Haus-Backup-Lösung plant, benötigt eine entsprechend ausgelegte Umschaltung und fachgerechte Installation.

Schritt 3: Smart Meter für automatische Verbrauchssteuerung einrichten

Für einen einfachen Betrieb nach festen Zeitplänen ist ein Smart Meter nicht zwingend erforderlich. Soll die Venus E ihre Leistung dagegen automatisch an den tatsächlichen Haushaltsverbrauch anpassen, ist eine zuverlässige Verbrauchsmessung einer der wichtigsten Bestandteile des Systems.

Der Marstek CT002 3-Phasen Smart Meter misst am Netzanschlusspunkt unter anderem Hausverbrauch, Netzbezug, Einspeisung und die Richtung des Energieflusses. Dadurch erkennt die Venus E, ob aktuell überschüssige Energie zum Laden verfügbar ist oder ob gespeicherter Strom benötigt wird.

Der CT002 wird im Sicherungskasten installiert und den entsprechenden Außenleitern zugeordnet. Dabei ist nicht nur die richtige Phase entscheidend, sondern auch die Einbaurichtung der Stromsensoren. Wird ein Sensor verkehrt herum montiert, kann das System beispielsweise einen Strombezug als Einspeisung interpretieren. Eine automatische Regelung würde daraufhin unter Umständen genau entgegengesetzt zum gewünschten Verhalten reagieren.

Da die Installation innerhalb des Sicherungskastens Arbeiten in einem Bereich mit gefährlicher Netzspannung umfasst, gehört dieser Schritt in die Hände einer qualifizierten Elektrofachkraft. Nach dem Einbau sollten die angezeigten Werte zunächst auf Plausibilität geprüft werden. Steigt der angezeigte Hausverbrauch beim Einschalten eines größeren Verbrauchers entsprechend an, ist das ein guter erster Hinweis auf eine korrekte Messrichtung.

Erst wenn Phasen, Messrichtung und Energiefluss plausibel dargestellt werden, sollte die automatische Eigenverbrauchsregelung dauerhaft aktiviert werden.

Schritt 4: MARSTEK App einrichten und Venus E hinzufügen

Die aktuelle MARSTEK App ist die zentrale Oberfläche für Einrichtung, Überwachung und Steuerung der Venus E Gen 3.0. Dort lassen sich unter anderem Ladezustand, Energieflüsse, Lade- und Entladeleistung, Betriebsmodus, Leistungsgrenzen und Smart-Meter-Zuordnung kontrollieren.

Installiere die App aus dem offiziellen Apple App Store oder Google Play Store und erstelle anschließend ein Benutzerkonto. Je nach Smartphone benötigt die Anwendung Berechtigungen für Bluetooth, Geräte in der Nähe, das lokale Netzwerk und die Kamera, wenn der QR-Code des Speichers verwendet werden soll.

Ältere Marstek-Unterlagen können noch die Bezeichnung Power Zero enthalten. Bei aktuellen Venus-E-3.0-Geräten sollte grundsätzlich die App verwendet werden, die im aktuellen Gerätehandbuch beziehungsweise über den QR-Code des konkreten Geräts angegeben wird. Für die aktuelle Generation ist dies die MARSTEK App.

Nach der Anmeldung kannst du ein neues Gerät hinzufügen. Je nach App-Version wird die Venus E automatisch in der Nähe gefunden oder über QR-Code beziehungsweise Seriennummer hinzugefügt. Während der ersten Kopplung sollte sich das Smartphone möglichst nah am Speicher befinden.

Sobald die Venus E deinem Konto zugeordnet ist, empfiehlt sich ein Blick auf die Firmware-Version. Ist ein Update verfügbar, sollte die Stromversorgung während des Vorgangs nicht unterbrochen werden. Auch die Netzwerkverbindung sollte stabil bleiben. Nach einem Firmware-Update lohnt sich eine kurze Kontrolle der wichtigsten Einstellungen, da sich einzelne Parameter oder Zuordnungen mit einer neuen Version ändern können.

Schritt 5: WLAN verbinden und erste Funktionsprüfung durchführen

Nach dem Hinzufügen des Speichers wird die Venus E mit dem Heimnetz verbunden. Eine stabile Netzwerkverbindung ist insbesondere dann wichtig, wenn Energieflüsse überwacht, Firmware-Updates eingespielt oder automatische Steuerungsfunktionen genutzt werden sollen.

Falls die Verbindung nicht sofort funktioniert, solltest du zuerst WLAN-Passwort und Signalstärke prüfen. Häufig hilft es außerdem, Router und Speicher neu zu starten und das Smartphone während der Einrichtung mit demselben Heimnetz zu verbinden. Steht die Venus E weiter vom Router entfernt, kann ein Repeater sinnvoll sein. Alternativ lässt sich – sofern die Installation es ermöglicht – auch eine kabelgebundene LAN-Verbindung nutzen.

Nachdem Speicher und Smart Meter in der App sichtbar sind, müssen beide demselben Energiesystem zugeordnet sein. Danach beginnt die eigentliche Funktionsprüfung. Dabei geht es nicht um eine komplizierte manuelle Batteriekalibrierung, sondern darum, sicherzustellen, dass das System die realen Energieflüsse korrekt versteht.

Prüfe zunächst den angezeigten Grundverbrauch des Haushalts. Kühlschrank, Router und verschiedene Stand-by-Geräte sorgen normalerweise auch dann für eine gewisse Last, wenn gerade kein größerer Verbraucher aktiv ist. Zeigt die App trotz laufender Geräte dauerhaft 0 Watt oder deutlich negative Werte, sollte die Messkonfiguration überprüft werden.

Anschließend kannst du testweise einen größeren Verbraucher einschalten. Ein Wasserkocher, Föhn oder ein vergleichbares Gerät erzeugt einen gut erkennbaren zusätzlichen Verbrauch. Der in der App angezeigte Hausverbrauch sollte daraufhin ungefähr entsprechend steigen.

Wird ein zusätzlicher Verbrauch dagegen als Einspeisung angezeigt, liegt wahrscheinlich ein Fehler bei Sensororientierung oder Phasenzuordnung vor. Änderungen im Sicherungskasten müssen wiederum von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden.

Laden und Entladen kontrollieren

Bei ausreichender Solarproduktion sollte die Venus E abhängig von Ladezustand und Betriebsmodus beginnen, überschüssige Energie aufzunehmen. Beobachte, ob die Ladeleistung steigt und gleichzeitig die Netzeinspeisung sinkt.

Sinkt die PV-Leistung später oder wird ein weiterer Verbraucher eingeschaltet, sollte sich das Verhalten umkehren. Die Venus E kann dann gespeicherte Energie abgeben und damit den Netzbezug reduzieren. Dabei müssen die eingestellte Leistungsgrenze und der Mindestladezustand berücksichtigt werden.

Eine separate manuelle Zell- oder Batteriekalibrierung ist für die normale Erstinbetriebnahme nicht erforderlich. Entscheidend ist vielmehr, dass Smart Meter, Messrichtung, Lade- und Entladeverhalten sowie die Kommunikation zwischen den Komponenten korrekt funktionieren.

Nulleinspeisung mit der Marstek Venus E einstellen

Mit einem korrekt eingerichteten Smart Meter kann die Venus E ihre Leistung fortlaufend an den aktuellen Energiefluss im Haushalt anpassen. Das Ziel einer Nulleinspeisung besteht darin, möglichst wenig überschüssige Energie ins öffentliche Netz abzugeben und gleichzeitig unnötigen Netzbezug zu vermeiden.

Produziert die PV-Anlage mehr Strom, als der Haushalt gerade benötigt, soll die Venus E den Überschuss aufnehmen. Steigt der Verbrauch später über die aktuelle PV-Leistung, gibt der Speicher Energie wieder ab. In der MARSTEK App wird dafür der entsprechende Eigenverbrauchs- beziehungsweise automatische Betriebsmodus gewählt. Die genaue Bezeichnung kann sich durch App- oder Firmware-Updates ändern.

Eine absolut konstante Einspeisung von exakt 0 Watt lässt sich in realen Anlagen allerdings kaum jederzeit garantieren. Smart Meter und Speicher müssen Laständerungen zunächst messen, übertragen und anschließend darauf reagieren. Bei schnellen Lastwechseln können deshalb kurzfristig geringe Abweichungen entstehen.

Auch die verfügbare Speicherkapazität setzt eine natürliche Grenze. Ist die Venus E vollständig geladen und produziert die PV-Anlage weiterhin mehr Energie, als im Haushalt verbraucht wird, kann der Speicher diesen zusätzlichen Überschuss nicht mehr aufnehmen. Eine vollständige Nulleinspeisung wäre in diesem Fall nur möglich, wenn zusätzlich auch die PV-Erzeugung entsprechend regelbar ist.

Marstek Venus E anmelden: Was ist zu beachten?

Neben der technischen Einrichtung stellt sich bei einem netzgekoppelten Speicher auch die Frage nach der Registrierung. Die Anmeldung der Venus E in der MARSTEK App ist dabei von energierechtlichen Meldepflichten zu unterscheiden. Die App-Registrierung dient lediglich Funktionen wie Monitoring, Firmware-Updates und Gerätesteuerung.

Ortsfeste netzgekoppelte Batteriespeicher müssen grundsätzlich im Marktstammdatenregister erfasst werden. Für die Registrierung werden unter anderem Angaben zu Betreiber, Standort, Inbetriebnahmedatum, Hersteller, Modell, Speicherkapazität und Leistung benötigt. Da sich Eingabemasken und Vorgaben ändern können, sollte hierfür immer die aktuelle Hilfe des Marktstammdatenregisters verwendet werden.

Ob zusätzlich eine Abstimmung mit dem örtlichen Netzbetreiber erforderlich ist, hängt von der konkreten Anschlussart und Anlagenkonfiguration ab. Besonders relevant kann dies bei einem Festanschluss, höheren Ausgangsleistungen, mehreren parallel betriebenen Speichereinheiten oder Änderungen an der bestehenden Hausinstallation werden.

In solchen Fällen sollte die geplante Installation vor der Inbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft geprüft werden. Falls für die konkrete Konfiguration zusätzliche Vorgaben des Netzbetreibers gelten, können diese so frühzeitig berücksichtigt werden.

Marstek Venus E Bedienungsanleitung Deutsch herunterladen

Für alle sicherheitsrelevanten Details bleibt die offizielle Marstek Venus E 3.0 Bedienungsanleitung maßgeblich. Dieser Ratgeber soll den Ablauf verständlich zusammenfassen, ersetzt aber nicht die Herstellerdokumentation für Anschlüsse, Grenzwerte oder elektrische Arbeiten.

Marstek stellt für die Venus E Gen 3.0 verschiedene Unterlagen zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere Geräte- und App-Dokumentationen. Achte beim Download darauf, ausdrücklich die Unterlagen für die dritte Generation auszuwählen. Eine ältere Marstek Venus E Bedienungsanleitung auf Deutsch kann sich bei Anschlussbelegung, App, Kommunikation und einzelnen Funktionen von der aktuellen Hardware unterscheiden.

Besonders bei Anschlussvarianten, Sicherheitsabständen, Statusanzeigen, Fehlermeldungen, Leistungsgrenzen und Backup-Funktionen sollte deshalb immer die aktuelle Dokumentversion des Herstellers herangezogen werden.

Häufige Probleme bei der Inbetriebnahme

Warum findet die App meine Venus E nicht?

Wird der Speicher bei der Einrichtung nicht erkannt, solltest du zunächst Bluetooth und die App-Berechtigungen überprüfen. Je nach Betriebssystem benötigt die MARSTEK App Zugriff auf Geräte in der Nähe oder das lokale Netzwerk. Während der ersten Kopplung sollte sich das Smartphone außerdem möglichst nah an der Venus E befinden.

Warum verbindet sich die Venus E nicht mit dem WLAN?

Prüfe zunächst WLAN-Passwort und Signalstärke am Aufstellort. Befindet sich der Speicher weit vom Router entfernt, kann eine schwache Verbindung Ursache für wiederholte Abbrüche sein. Ein Repeater oder eine LAN-Verbindung kann in solchen Fällen zuverlässiger funktionieren.

Warum lädt der Speicher trotz Solarüberschuss nicht?

Kontrolliere zuerst, ob der Smart Meter online ist und demselben Energiesystem wie die Venus E zugeordnet wurde. Auch Messrichtung, Betriebsmodus, Ladegrenzen und aktueller Ladezustand sollten geprüft werden. Ist die Batterie bereits vollständig geladen, kann sie selbstverständlich keinen weiteren Solarüberschuss aufnehmen.

Warum zeigt die App negative oder unplausible Verbrauchswerte?

Häufig ist mindestens ein Stromsensor falsch orientiert oder eine Phase wurde nicht korrekt zugeordnet. Da die Korrektur den Sicherungskasten betrifft, sollte die Installation in diesem Fall von einer Elektrofachkraft überprüft werden.

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Fazit: Marstek Venus E 3.0 richtig anschließen und einrichten

Die Marstek Venus E Anleitung wirkt umfangreicher, als die grundlegende Installation tatsächlich ist. Entscheidend ist vor allem, die AC-Kopplung richtig zu verstehen. Die Venus E wird separat mit dem Hausnetz verbunden und nicht direkt zwischen Solarmodule und Wechselrichter geschaltet. Dadurch lässt sich der Speicher insbesondere bei bestehenden Balkonkraftwerken und PV-Anlagen vergleichsweise flexibel nachrüsten.

Nach Aufstellung und AC-Anschluss erfolgt die Einrichtung über die MARSTEK App. Wer eine automatische Eigenverbrauchsregelung nutzen möchte, ergänzt das System um einen kompatiblen Smart Meter wie den CT002. Anschließend sollten Messrichtung, Energieflüsse sowie Lade- und Entladeverhalten kontrolliert werden, bevor der automatische Betrieb dauerhaft aktiviert wird.

Die normalen Plug-and-Play-Schritte und die App-Einrichtung können grundsätzlich selbst vorgenommen werden. Sobald jedoch Arbeiten im Sicherungskasten, Änderungen an fest installierten Stromkreisen oder komplexere Backup- und Mehrspeicherlösungen erforderlich sind, gehört die Installation in die Hände einer Elektrofachkraft.

Damit ist die Venus E 3.0 vor allem für Nutzer interessant, die einen bestehenden PV-Aufbau weitgehend unverändert lassen und trotzdem einen großen AC-Speicher ergänzen möchten. Wer Standort, Anschluss, Messung und App-Einrichtung von Anfang an sauber aufeinander abstimmt, schafft die wichtigste Grundlage für einen zuverlässigen automatischen Betrieb.

FAQ

Rebecca Elers

Weiterlesen

Marstek Venus E 3.0 Stromspeicher auf einer modernen Terrasse vor Hauswand und Holzverkleidung, im Hintergrund ein Wohnhaus mit Solardach, Pflanzen und Sitzbereich.
Marstek CT002 3-Phasen Smart Meter montiert auf einer DIN-Schiene im geöffneten Sicherungskasten, umgeben von Leitungsschutzschaltern und farbigen Stromleitungen, im Hintergrund ein heller Hauswirtschaftsraum.

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Unsere Balkonkraftwerk-Sets

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Marstek Venus E 3.0

  • 5120 Wh Speicherkapazität
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