Über 50.000 zufriedene Kunden
Wenn dein Stromzähler rückwärts läuft, ist das nicht automatisch illegal. Entscheidend ist vor allem, welcher Zählertyp installiert ist und warum sich der Zählerstand verändert. Bei einem ordnungsgemäß registrierten Steckersolargerät darf ein alter Ferraris-Zähler vorübergehend sogar rückwärts laufen, bis der Messstellenbetreiber ihn gegen einen geeigneten Zähler austauscht. Diese Sonderregelung gilt für Steckersolargeräte, die unter die vereinfachten Vorgaben des EEG fallen.
Ein digitaler Stromzähler dreht dagegen nicht im klassischen Sinn rückwärts. Je nach Ausführung besitzt er eine Rücklaufsperre oder getrennte Register für Strombezug und Einspeisung. Wird Solarstrom ins Netz eingespeist, muss dieser mit geeigneter Messtechnik korrekt erfasst beziehungsweise eine Rückwärtszählung verhindert werden.
Eine pauschale Strafe für einen rückwärtslaufenden Stromzähler gibt es daher nicht. Problematisch wird es insbesondere dann, wenn ein Zähler, seine Plombe oder seine Messwerte bewusst manipuliert werden. Wer Einspeisung vollständig vermeiden möchte, kann sein Balkonkraftwerk beziehungsweise seinen Speicher außerdem mit einem geeigneten Smart Meter auf Nulleinspeisung regeln.
Jetzt kostenlose Expertenberatung jetzt anfragen!
Seit den Vereinfachungen für Steckersolargeräte ist die Antwort differenzierter als früher.
Bei einem registrierten Balkonkraftwerk darf ein vorhandener ungeeigneter Zähler zunächst weiterverwendet werden. Das betrifft insbesondere klassische Ferraris-Zähler mit Drehscheibe, die sich bei einer Netzeinspeisung rückwärts bewegen können.
Der Messstellenbetreiber muss den Zähler anschließend gegen eine moderne Messeinrichtung als Zweirichtungszähler oder ein intelligentes Messsystem austauschen. Bis zu diesem Austausch dürfen Steckersolargeräte jedoch bereits betrieben werden.
Du musst dein Balkonkraftwerk also nicht allein deshalb abschalten, weil der alte Ferraris-Zähler nach der Anmeldung noch nicht ausgetauscht wurde.
Wichtig ist allerdings: Diese Sonderregelung ist kein Freifahrtschein für Manipulationen am Stromzähler. Der Zähler selbst und vorhandene Plomben dürfen nicht eigenmächtig verändert werden.
Ob ein Stromzähler rückwärts laufen kann, hängt von seiner Bauart ab.
Der klassische Ferraris-Zähler besitzt eine sichtbare Drehscheibe. Wird im Haushalt mehr Strom erzeugt als gleichzeitig verbraucht, kann überschüssiger Solarstrom ins öffentliche Netz fließen.
Bei einem alten Zähler ohne Rücklaufsperre kann sich dadurch die Drehrichtung umkehren und der angezeigte Stromverbrauch sinken.
Genau für diese Situation enthält das EEG inzwischen die Übergangsregelung für Steckersolargeräte.
Bei einem digitalen Stromzähler gibt es keine mechanische Scheibe, die sich rückwärts drehen könnte.
Je nach Konfiguration kann eine moderne Messeinrichtung beispielsweise als Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre oder als Zweirichtungszähler betrieben werden.
Ein Zweirichtungszähler erfasst:
Produziert dein Balkonkraftwerk mehr Strom als dein Haushalt gerade benötigt, wird dieser Überschuss daher nicht einfach vom bisherigen Verbrauchszähler abgezogen.
Ein Balkonkraftwerk lässt den Stromzähler rückwärts laufen, wenn zeitweise mehr Solarstrom produziert als gleichzeitig im Haushalt verbraucht wird und ein alter Zähler ohne Rücklaufsperre installiert ist.
Ein einfaches Beispiel:
Dein Balkonkraftwerk produziert gerade 600 Watt. Im Haushalt werden gleichzeitig nur 200 Watt benötigt. Die übrigen 400 Watt fließen ins öffentliche Stromnetz.
Ein alter Ferraris-Zähler kann auf diesen umgekehrten Energiefluss reagieren, indem sich seine Scheibe rückwärts dreht.
Technisch entsteht dadurch der Eindruck, als hättest du zuvor bezogenen Netzstrom wieder „zurückgegeben“. Deshalb sollen solche Zähler langfristig durch geeignete Messeinrichtungen ersetzt werden.
Bei Steckersolargeräten darf dieser Zustand nach der aktuellen Sonderregelung allerdings vorübergehend bestehen, bis der Messstellenbetreiber den Zähler austauscht.
Allein die Tatsache, dass ein vorhandener Ferraris-Zähler nach Anschluss eines ordnungsgemäß registrierten Steckersolargeräts vorübergehend rückwärts läuft, führt nicht automatisch zu einer Strafe.
Das EEG erlaubt den Betrieb ausdrücklich bereits vor dem erforderlichen Zählertausch.
Anders sieht die Situation aus, wenn der Stromzähler bewusst manipuliert wird. Rechtlich problematisch können beispielsweise Eingriffe sein, mit denen Messwerte absichtlich verändert oder die ordnungsgemäße Erfassung des Stromverbrauchs verhindert werden.
Je nach konkretem Sachverhalt können daraus unter anderem:
entstehen.
Eine allgemeingültige Summe nach dem Motto „rückwärtslaufender Stromzähler = X Euro Strafe“ gibt es deshalb nicht. Entscheidend sind Ursache, Zählertyp und insbesondere die Frage, ob eine Manipulation vorgenommen wurde.
Die Plombe am Stromzähler dient dazu, unbefugte Eingriffe in die Messeinrichtung erkennbar zu machen.
Du solltest eine Stromzähler-Plombe deshalb niemals selbst entfernen, um beispielsweise den Zähler umzubauen, auszutauschen oder dessen Messverhalten zu verändern.
Auch wenn im Internet teilweise Anleitungen zum Öffnen oder Überbrücken von Zählern kursieren, ist das keine geeignete Lösung für ein rückwärtslaufendes Messgerät.
Benötigst du einen anderen Zähler oder muss an der Messeinrichtung gearbeitet werden, ist der zuständige Messstellenbetreiber beziehungsweise eine entsprechend berechtigte Elektrofachkraft der richtige Ansprechpartner.
Auch das Überbrücken eines Stromzählers ist etwas völlig anderes als ein Ferraris-Zähler, der aufgrund eines Balkonkraftwerks vorübergehend rückwärts läuft.
Wer gezielt in eine Messeinrichtung eingreift, um den tatsächlichen Stromverbrauch nicht oder falsch erfassen zu lassen, kann sich rechtlichen Konsequenzen aussetzen. Das Strafgesetzbuch sieht unter anderem für die Manipulation technischer Aufzeichnungen strafrechtliche Sanktionen vor.
Deshalb gilt: Den Zähler niemals überbrücken, öffnen oder anderweitig manipulieren.
Wenn du verhindern möchtest, dass Solarstrom ins öffentliche Netz fließt, gibt es dafür eine technisch saubere und legale Alternative: die Nulleinspeisung.
Bei einer Nulleinspeisung wird die Leistung des Balkonkraftwerks beziehungsweise Speichers dynamisch an den aktuellen Stromverbrauch des Haushalts angepasst.
Ein Smart Meter misst dafür kontinuierlich, wie viel Leistung am Netzanschlusspunkt bezogen oder eingespeist wird. Das kompatible Energiesystem kann seine Ausgangsleistung anschließend so regeln, dass möglichst kein überschüssiger Solarstrom ins öffentliche Netz gelangt.
Dafür gibt es heute verschiedene Smart-Meter-Lösungen, beispielsweise:
Welcher Smart Meter geeignet ist, hängt vom verwendeten Balkonkraftwerk beziehungsweise Speichersystem ab. Entscheidend ist, dass Smart Meter, Wechselrichter oder Speicher miteinander kommunizieren können.
Eine Übersicht kompatibler Lösungen findest du bei unseren Strommessgeräten für Balkonkraftwerke.
Ein digitaler Stromzähler kann nicht wie ein Ferraris-Zähler mechanisch rückwärts laufen. Moderne Messeinrichtungen können jedoch unterschiedlich konfiguriert sein.
Ein Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre zählt eingespeiste Energie nicht vom bereits gemessenen Strombezug herunter. Ein Zweirichtungszähler erfasst Bezug und Einspeisung dagegen separat.
Wenn du auf dem Display eines digitalen Zählers ungewöhnliche Werte oder Symbole siehst, bedeutet das daher nicht automatisch, dass der Zähler „rückwärts läuft“. Je nach Modell können dort beispielsweise aktuelle Energieflussrichtungen oder unterschiedliche Messregister angezeigt werden.
Starte jetzt den Produktfinder & spare Stromkosten!
Wenn bei einem Balkonkraftwerk ein alter Stromzähler rückwärts läuft, musst du nicht automatisch mit einer Strafe rechnen. Für registrierte Steckersolargeräte besteht eine gesetzliche Übergangsregelung: Ein vorhandener Ferraris-Zähler darf vorübergehend weiterlaufen, bis der Messstellenbetreiber ihn durch einen geeigneten Zähler ersetzt.
Digitale Zähler arbeiten anders. Sie verfügen je nach Ausführung über eine Rücklaufsperre oder separate Register für Bezug und Einspeisung. Klar davon zu unterscheiden ist eine bewusste Manipulation. Stromzähler überbrücken, Plomben eigenmächtig entfernen oder Messwerte manipulieren ist keine zulässige Lösung.
Wer Einspeisung vermeiden möchte, kann stattdessen eine Nulleinspeisung mit einem kompatiblen Smart Meter einrichten. So lässt sich die Solarleistung gezielt an den tatsächlichen Stromverbrauch des Haushalts anpassen.
Erfahre als Erster von neuen Angeboten & Informationen mit dem Balkonstrom® Newsletter!
Bleibe immer auf dem Laufenden über exklusive Angebote, innovative Produkte und spannende Neuigkeiten rund um die Welt der Balkonkraftwerke.
Erfahre als Erster von neuen Angeboten & Informationen mit dem Balkonstrom® Newsletter!
Bleibe immer auf dem Laufenden über exklusive Angebote, innovative Produkte und spannende Neuigkeiten rund um die Welt der Balkonkraftwerke.